Posts mit dem Label Kiez werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kiez werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

7. Juni 2011

Verkehrsauschuss: Keine Bestandsgarantie für Regionalbahnhof Karlshorst

Da sammelt die CDU Karlshorst tapfer und unermüdlich Unterschriften für den Erhalt des Regionalbahnhofes in unserem Kiez. Aktueller Stand: 4.225 Unterzeichner. Nun hat sie den Antrag zum Erhalt des Bahnhofs auch in den Verkehrsauschuss im Berliner Senat eingebracht. Das Ergebnis ist ernüchternt für die Konservativen, der Antrag wurde abgelehnt. Eine Begründung liefern SPD und Linkspartei laut Berliner Kurier aber nicht. Ebenso wenig wie zum Antrag der Grünen den Bahnhof zu sanieren. Für Karlshorst beides keine erfreulichen Nachrichten.

Die Aufregung der CDU allerdings, inklusive Unterschriftensammlung, die ist wohl eher dem beginnenden Wahlkampf zu den Abgeordnetenhauswahlen im September geschuldet - oder kämpft die CDU sonst für Formen der direkten Demokratie?

24. November 2010

Die Zeit rennt: das Fest naht - Weihnachtsmarkt in Karlshorst

Ja nicht nur in den einschlägigen Discountern, Drogerien und Supermärkten hält das Weihnachtsfest Einzug. Ende November darf man auch schon einmal an Weihnachtsmärkte und echte Festtagsstimmung denken. Besonders in diesem Jahr, schließlich ist am kommenden Wochenende bereits der 1. Advent.

In Karlshorst wird es dazu eine Wiederauflage eines Weihnachtsmarktes geben. Hat sich doch mit dem Wegfall des Mini-Weihnachtsmarktes auf dem Gelände des Portland-Cement-Hauses hier eine Lücke aufgetan. Diese will der "Mittelalterliche Weihnachtsmarkt" in Karlshorst auf dem Theatervorplatz in der Ehrenfelsstraße am Samstag, 4. Dezember von 13 bis 21 Uhr und am Sonntag, 5. Dezember von 13 bis 18 Uhr schließen. Organisiert wird das Ganze in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg und der HoWoGe und dem Stadtteilzentrum iKARUS.

Geboten wird alles was einen in Weihnachtsstimmung versetzt: mittelalterliche Gewerke wie Schmiedekunst, Tischlerhandwerk und Kerzenzieherei, weihnachtliches Backwerk, Bastelarbeiten, die man auch selbst im geheizten Foyer des Theaters aus Gewürzen, Waldfrüchten und -wurzeln, aus Lauschaer Glas und erzgebirgischen Holzelementen
anfertigen kann.

Speziell die Kleinen erwarten Geschichten und Märchen die Karl und Horst mitgebracht haben. Außerdem Märchenspiele, Ratespiele, Musik, ein handbetriebenes Kinderkarussell, richtige Theateraufführungen und Gaukelalefanzen, gemeinsames Sternensingen (für die Vergesslichen gibt es Liederzettel), Naschproben und den traditionellen "Geschenkehandel". Fürs leibliche Wohl sorgen laut Flyer historische Köstlichkeiten wie selbstgemachter heißer Johannisbeerwein und knuspriges aus dem historischen Backofen und der Pfanne.

Klingt nach einem echten kleinen Weihnachtsmarkt, sollte man sich nicht entgehen lassen. Das genaue Programm mit zeitlichem Ablauf findet sich hier.

22. November 2010

Berlins älteste Orgel kehrt zurück

Die weihnachtszeit rückt eiligen Schrittes immer näher und damit ist auch wieder Hochkonjunktur für die Kirchen. Dafür passend sind nun die seit über einem Jahr laufenden Restaurierungsarbeiten an Berlins ältester Orgel, der Amalien-Orgel abgeschlossen.

Die Amalien-Orgel wurde bereits im Jahre 1755 für Prinzessin Anna Amalie von Preußen, jüngste Schwester Friedrichs des Großen, für das Berliner Stadtschloss erbaut. Nach verschiedenen Stationen wurde sie 1956 der Karlshorster Kirchengemeinde "Zur frohen Botschaft" geschenkt.

Zur Feier der Rückkehr der Orgel wird es vom 10. bis 12. Dezember ein Festwochenende in der evangelischen Kirche "Zur frohen Botschaft" in der Weseler Straße 6.

27. September 2010

Die Bagger rollen an!

Schluss und vorbei. Das Kulturhaus Karlshorst schließt am morgigen 28. September entgültig seine Pforten. Damit endet die Ära einer bedeutenden Kulturstätte für den Kiez und seine Umgebung. Das Haus beherbergte Theater, Jazzclub, Galerie und vieles mehr und war nicht zuletzt Heimat für die Kiezversammlungen. Der lange geplante Abriss wird nun wohl in die Tat umgesetzt. Bis 2012 soll an gleicher Stelle ein Neubau entstehen, der auch das Nachbargrundstück in der Dönhoffstraße 41/42 miteinschließt. Das Thema findet sich auch schon hier im Blog.

Für Kultur ist dann dennoch weniger Platz. So schreibt die Berliner Morgenpost, dass im neu entstehenden Bauwerk nur noch 1.000 qm für Kulturschaffende reserviert sind, das entspricht in etwa der Hälfte der heute noch zur Verfügung stehenden Fläche. Das bedeutet, das sicherlich einige der sich bereits im Exil befindenden Mieter wie der Ernst-Busch-Chor im Gebäude der Tageszeitung Neues Deutschland am Franz-Mehring-Platz in Berlin-Friedrichshain oder das Zimmertheater Karlshorst, welches in die Kultschule in der Sewanstraße zieht, eher nicht den Weg zurück nach Karlshorst finden. Hier wird man erst schlauer sein, wenn das neue Kulturhaus eröffnet.

Das Erdgeschoss des Neubaus soll Geschäfte beherbergen, u.a. einen Biomarkt (Zieht der nako naturmarkt um? Wenn nicht wird es hier wohl einen harten Konkurrenzkampf geben) und in der dritten Etage werden Büroräume entstehen. Mit der Lührs & Holst City Projekte GmbH hat man einen Investor der sich speziell mit Büro- und Nahversorgungszentren auskennt, wenn man einen Blick in die Referenzen des Unternehmens wirft.

Doch damit nicht genug, auch in die bereits seit dem Jahr 2001 angekündigte und immer wieder verschobene Sanierung der Bahnbrücke über die Treskowallee kommt Bewegung. Baubeginn ist laut Berliner Kurier Juni 2011. Die Bauarbeiten sollen zweieinhalb Jahre dauern, es entsteht dabei eine Fahrbahnverbreiterung von derzeit zwei auf dann vier Fahrspuren. Die Sanierung der Brücke soll bei laufendem Bahnbetrieb und mit wenigen Unterbrechungen für den Autoverkehr erfolgen.

15. Juli 2010

Ausstellungseröffnung zu 115 Jahre Karlshorst

Heute um 16 Uhr wird im Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst eine Ausstellung zur 115-jährigen Geschichte des Stadtteils Karlshorst eröffnet.

Karlshorst, damals noch "Carlshorst", wurde am 25. Mai 1895 gegründet. Die Ausstellung widmet sich vielen historischen Orten, wie dem Rennbahnhof und der Trabrennbahn, sowie wichtigen Personen der Zeitgeschichte, beispielsweise Oscar Gregorovius. Er war der wichtigste Baumeister Karlshorstes und hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Ein weiterer Abschnitt der Ausstellung widmet sich mit dem russischem Leben im Bezirk.


Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

8. April 2010

Wieder Theater im Theater?

BILD.de berichtet heute, dass mit der Berliner Schule für Schauspiel ein ernsthafter Interessent für die Nutzung des Hauptsaales im renovierten Theater Karlshorst gefunden ist.

Die Räume der Schauspielschule in der Boxhagener Straße in Berlin-Friedrichshain seien zu beengt und aus diesem Grunde sei man auf der Suche nach neuen größeren Räumlichkeiten. Wobei der Aufenthalt wohl nur von kurzer Dauer sein dürfte, da man in Berlin-Weißensee das Kulturhaus Möwe wieder betreiben möchte. Der Umbau dort soll im Jahr 2011 abgeschlossen sein.

5. März 2010

Karlshorst feiert Geburtstag

115 Jahre ist es jetzt her, da wurde Karlshorst gegründet. Das Jubiläumsjahr wird mit einer Ausstellung im Kieztreff in der Treskowallee 64 eröffnet. Dort kann man noch bis zum 15. März alles über die Geschichte des Stadtteils erfahren. Dabei im Fokus u.a. die Rennbahn, berühmte Persönlichkeiten des Ortes und die Veränderung des Kiezes im Wandel der Zeit.
Wer mehr zur Ausstellung erfahren möchte, liest hier in Neues Deutschland nach.

11. Dezember 2009

Keine Öko-Autovermietung mehr in Karlshorst

Keine 6 Monate ist es her das 4eco seine Türen in der Dönhoffstraße Ecke Trekowallee geöffnet hatte (wie hier im Blog zu lesen) und jetzt ist schon wieder geschlossen. Ein kleiner weißer Zettel an der Eingangstür verrät: Wegen der Parkplatzsituation kann die Filiale Karlshorst nicht weiterbetrieben werden.

Die zuvor von 4eco genutzten Parkplätze werden jetzt für die Busausweichhaltestelle in der Dönhoffstraße gebraucht. Die restlichen Parkplätze gehörten scheinbar zum jetzt verkauften Grundstück des Kulturhauses Karlshorst.

Auf seiner Webseite erklärt 4eco: "Aufgrund der zu hohen Frequentierung des Standortes in Berlin-Karlshorst und einer dadurch entstandenen Verkehrsproblematik hat das Bauordnungsamt Lichtenberg eine kurzfristige Standortschließung angeordnet." Der Standort war als solcher wohl zu erfolgreich. Zukünftig will man aber einen alternativen Standort in Karlshorst eröffnen. Das Konzept einer ökologischen Autovermietung scheint erfolgreich, so gibt es jetzt auch eine Filiale in Berlin-Mitte und zukünftig auch in Dresden und Leipzig. Die weitere Expansion soll dann über ein Franchisesystem erfolgen.

3. Dezember 2009

Ein Blick über Karlshorst hinaus. Der Bürgerhaushalt in Lichtenberg.

Schon seit 2004 gibt es das Projekt jetzt: Bürgerhaushalt Lichtenberg. Was dahinter steckt? Ganz einfach gesagt im Bezirksetat von Lichtenberg-Hohenschönhausen gibt es eine festen Posten, über den die Bürger selbst entscheiden können. Aktuell handelt es sich immerhin um eine Summe von 30 Mio. Euro, die zur Verteilung bereit steht.

Wie funktioniert das Ganze? Interessierte BürgerInnen können Änderungen am Haushaltsplan des Bezirkes Lichtenberg einbringen. Als erstes schaut man sich am besten die bestehenden Angebote an. Dann kann man seine Meinung zu einzelnen Projekten äußern oder eigene konkrete Vorschläge einbringen. Dabei kann es von Fragen des Budgets, über die erbrachten Leistungen in ihrer Anzahl oder Qualität, bis hin zum Verzicht auf ganze Angebot um alles gehen was der Bezirk in seinem Haushaltsplan so anbietet.

Dabei gibt es zwei Wege der Partizipation. Ersterer geschieht im Netz. Unter www.buergerhaushalt-lichtenberg.de kann man nacherfolgter Registrierung eigene Vorschläge einreichen. Andere Vorschläge diskutieren und ganz zum Schluss in der Abstimmungsphase auch Punkte vergeben. Die zehn best bewertesten Vorschläge gehen dann direkt an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Der zweite Weg sind die sogenannten Stadtteilkonferenzen. Davon gab es 2009 insgesamt 14. Hier werden in Form von Podiumsveranstaltungen Vorschläge gesammelt und diskutiert. Auch hier werden die jeweils 5 besten Vorschläge an die BVV übergeben.

Wer sich mehr für das Theam interessiert findet heute in Neues Deutschland ein Interview mit Bürgermeisterin Christina Emmrich zum Bürgerhaushalt. Darin erfährt man u.a. das sich bereits Länder wie Belgien, Frankreich und auch Japan für das Modell interessieren. Das die Beteiligung jährlich steigt und das die Hochschule für Verwaltung in Speyer das Projekt evaluiert hat und zu einem sehr guten Ergebnis gekommen ist.

Zu Projekten die durch den Bürgerhaushalt umgesetzt wurden und direkt Karlshorst betreffen, gehören u.a.: Umzug und Sanierung der Schostakowitsch Musikschule, Erhalt des Kulturhauses Karlshorst, Pflanzung von Bäumen

22. Oktober 2009

Neues Kulturhaus kommt

Die Berliner Morgenpost weiß zu vermelden, dass der Vertrag über den Neubau des Kulturhauses Karlshorst nun endlich in trockenen Tüchern sei. Bereits im Juli war hier im Blog über weit fortgeschrittene Verhandlungen mit der LÜHRS & HOLST CITY PROJEKTE GMBH & CO. KG berichtet worden. Doch jetzt scheint die "neue Mitte" von Karlshorst langsam Gestalt anzunehmen. Das Theater ist fast fertig und mit dem Neubau des Kulturhauses will man 2011 fertig sein. Der Liegenschaftsfonds Berlin hat das Grundstück an der Treskowallee 112 und das Eckgrundstücke Dönhoffstraße 40-42 an Lührs & Holst veräußert.

An der Stelle des alten Kulturhauses soll ein Neubau errichtet werden. Dieser soll über einen großen Saal mit 250 Plätzen verfügen. Der derzeitige Hauptsaal hat allerdings eine Kapazität von 450 Plätzen. Das Erdgeschoss soll dann auch Läden und einen Lebensmittelmarkt beherbergen. Gegen weitere Ladenflächen ist nichts einzuwenden. Doch nachdem nun gerade erst der neue EDEKA-Markt in der Marksburgstraße eröffnet wurde, mangelt es eigentlich nicht an Supermärkten in Karlshorst.

Das mit der Integrierung des Grundstückes Dönhoffstraße 40-42 eine große Brache direkt im Zentrum von Karlshost bebaut wird, kann man nur begrüßen. Allerdings lässt sich hier auch in etwa erahnen wie groß der neue Gebäudekomplex wird. Der Bezirk wird dann Flächen im neuen Kulturhaus zurückmieten. Alle jetzigen Mieter sollen Übergangslösungen angeboten bekommen.
Nur der Ernst-Busch-Chor hat sich bereits entschieden. Er wird zukünftig im Verlagsgebäude von Neues Deutschland am Franz-Mehring-Platz in Friedrichshain seine Chorproben durchführen.

19. Oktober 2009

Tangentialverbindung Ost

Ein schönes Wort: Tangentialverbindung Ost (TVO). Klingt nach Geometrie. Ist aber Politik. Seit langem gibt es die Forderung - nicht zuletzt durch den Karlshorster Bürgerverein - nach einer neuen durchgehenden Straßenverbindung vom Flughafen Schönefeld im Südosten, Richtung Marzahn im Nordosten. Schon sehr lange gibt es Diskussionen rund um die Forderung (siehe hier und hier). Hintergrund ist die extreme Verkehrsbelastung der Treskowallee, welche seit der Inbetriebnahme der Spreebrücke (zweites Teilstück der TVO) auf der Höhe des Stadions An der Alten Försterei in Köpenick noch zugenommen hat.

Wikipedia weiß zu berichten, dass bereits im Jahre 1969 im Generalverkehrsplan der DDR die TVO vorgesehen war. In Marzahn-Hellersdorf ist der erste Teil mit Märkischen Allee errichtet, im Süden ist mit der Spindlersfelder Straße (Spreebrücke) und Glienicker Weg in Richtung Adlergestell der zweite Teil fertig. Nur das Mittelstück fehlt. Damit ist die Treskowallee die Engstelle, da hier durch die schmale Bahnunterführung der Verkehr nur zäh fließt. Als Anwohnerstraße ist es auch nicht wünschenswert, die Straße noch weiter auszubauen und damit die starke Verkehrsbelastung noch zu erhöhen. So also der dritte Teilabschnitt der Tangentialverbindung Ost. Er würde von der Spindlersfelder Straße nach Norden durch die Wuhlheide am Berliner Außenring entlang zur Märkischen Allee verlaufen.

Jetzt kommt wieder einmal Bewegung in die Debatte. Der Karlshorster Bürgerverein veranstaltet am 26. Oktober 2009, 19 Uhr eine Podiumsdiskussion im Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin. Diskutiert wird unter dem Motto: "Mehr Lebensqualität, mehr Arbeitsplätze: Warum wir schnellstens die Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) brauchen!". Eingeladen sind:
  • Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Die Linke
  • Dr. Andreas Köhler, SPD-Fraktion im Abgeordnetenaus
  • Stefan Ziller, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenaus
  • Mario Czaja, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU im Abgeordnetenaus
  • Georg Abel, Vorsitzender des Bürgervereins Karlshorst
  • Peter Ohm, Präsident des VDGN
Rechtzeitiges erscheinen sichert einen Sitzplatz, im erfahrungsgemäß immer gut gefülltem großen Saal des Kulturhauses. Dann kann man sich auch darüber vergewissern wie die einzelnen Parteien zum Thema stehen und ob es vielleicht nachvollziehbare Gründe für das Stocken des Projektes gibt.

5. Oktober 2009

Shop till you drop

Am 8. Oktober kann es losgehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit als Bauzeit, eröffnet in der Marksburgstraße 9-11 der neue EDEKA "E aktiv Markt". Einige, besonders die älteren Mitbürger, werden sich sicherlich über eine Einkaufsmöglichkeit freuen, doch wie schon hier im Blog angemerkt, ob man wirklich einen weiteren derart großen Supermarkt braucht wird sich noch zeigen.

Für die Bäckerei "Hollschewski" und die Steinofenbäckerei "Vos" entsteht jedenfalls zusätzliche Konkurrenz. Denn wie es sich für einen Supermarkt gehört, hat dieser natürlich auch einen Bäckerfilialisten als Mieter, in diesem Fall die Bäckerei "Thürmann". Mit 160 Filialen allein in Berlin werden dort, Achtung ein Wortwitz, sicher große Brötchen gebacken.

28. September 2009

Im Theater Karlshorst spielt die Musik

Am 3. Oktober ist es so weit. Die "Schostakowitsch Musikschule Berlin Lichtenberg" öffnet ihre Pforten im modernisierten und umgebauten Theater Karlshorst am S-Bahnhof. Und wie es sich für eine Musikschule gehört, wird natürlich mit Konzerten gefeiert. Auf dem Programm stehen u.a. die East Star Band, der Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchor und das Günter Fischer Quintett.

Außerdem gibt es ein Programm der Musikalischen Früherziehung, einen Auftritt von "Ritter Fips lädt ein ins Theater" und auch was zum mitmachen, nämlich Schnupperunterricht für Trompete, Violine, Gesang, Flöte, Gitarre, Klavier und das beste zum Schluss: Schlagzeug.

Der 10-monatige Umbau des Gebäudes wurde durch die HOWOGE realisiert und kostete ca. 4 Mio. EUR. Dabei wurden 40 Räume für die Musikschule hergerichtet. Für den großen Theatersaal mit 600 Plätzen wird noch ein Betreiber gesucht. Im Erdgeschoss des Theaters zieht das in Karlshorst bereits bekannte Restaurant "Il Gattopardo" ein. So kann Frau und Mann sich ab Dezember auf gehobene italienische Küche im Herzen des Kiezes freuen.

17. Juli 2009

Karlshorsts »Neue Mitte«

Die ersten untrüglichen Anzeichen für das umgestaltete Zentrum von Karlshorst gibt es schon. Das Theater Karlshorst erstrahlt in neuem Glanz, die Stolzenfelsstraße ist für den Autoverkehr gesperrt und der Theatervorplatz ist auch schon in Bau. Insgesamt sollen 350.000 EUR investiert werden. Damit soll ein neuer Bahnhofsvorplatz realisiert werden, dabei wird der Zeitungskiosk verschwinden (schon jetzt hinter dem Bahnhof zu finden) und in das Bahnhofsgebäude integriert werden. Die Bauzeit ist bis zum Herbst 2009 angegeben.

Das Theater selbst erhält im Erdgeschoss ein Restaurant mit "gehobener italienischer Küche", außerdem soll es ein "beleuchtetes Kunstobjekt" geben. Das klingt spannend, da zusätzlich auch ein Kinderspielplatz integriert werden soll. Baubeginn ist hier mit der Fertigstellung der Theaterfassade im Oktober 2009. Im Frühjahr nächsten Jahres soll dann der zweite Abschnitt folgen. Dabei wird vor dem Theater in der Ehrenfelsstraße ein neuer Stadtplatz entstehen.

Die Berliner Woche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe auch über den Stand der Planungen zum Neubau "Kulturhaus Karlshorst". Hier sind die Planungen wohl weit fortgeschritten. Allerdings hat der Investor LÜHRS & HOLST CITY PROJEKTE GMBH & CO. KG das Grundstück noch immer nicht erworben, man verhandelt weiter über den Preis. Im Artikel wird auch auf die Möglichkeit verwiesen, sollte es bis zum Sommer (ist jetzt nicht schon Sommer?) keine Entscheidung geben, auf den zweitplatzierten der Ausschreibung zurückzugreifen. Klingt nicht sehr vielversprechend.

16. Juli 2009

Radfahrer aufgepasst

Wer schon einmal versucht hat die Treskowallee mit dem Fahrrad zu befahren, weiß wovon ich rede. Es sit lebensgefährlich. Der tägliche LKW-Verkehr, Unmengen an PKW und dazu noch Busse, da ist einfach kein Platz für Fahrradfahrer. Doch gibt es ein Problem: Radwege? Fehlanzeige!

Doch jetzt gibt es eine Neuerung. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, ist ab September das Radfahren auf den Fußwegen der Treskowallee offiziell erlaubt. Da bei der Sanierung der Treskowallee keine Radwege eingerichtet werden konnten, die Fahrspur ist zu eng dafür, darf man jetzt gemeinsam mit den Fußgängern auf dem Bürgersteig radeln. Diese Erlaubnis soll gar auf die westlich der Treskowallee verlaufenden kleinen Seitenstraße ausgedehnt werden.

Da freut sich das Radfahrerherz, muss man nicht immer ängstlich nach den netten Damen und Herren des Ordnungsamtes Ausschau halten und kann endlich sicher durch Karlshorst fahren.

10. Juni 2009

Regionalbahnhof adé, Brücke olé?

Wie der Bürgerverein Berlin-Karlshorst auf seiner Webseite berichtet plant die Deutsche Bahn ab dem Jahr 2013 keine Regionalbahnen mehr in Karlshorst halten zu lassen. Da man von einer Fertigstellung des Köpenicker Bahnhofs zu diesem Zeitpunkt ausgeht, ist der Halt in Karlshorst dann überflüssig. Damit entfällt die direkte Anbindung an den BBI International (Flugahfen Schönefeld) und natürlich auch eine schnelle Verbindung in die Berliner Innenstadt.

Außerdem wird berichtet, dass die geplante neue Brücke am S-Bahnhof Karlshorst definitiv erst im Jahre 2011 gebaut werden soll. Die Treskowallee soll an dieser Stelle dann vierspurig ausgebaut werden. Dabei ist mit extremen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Doch wer glaubt das tatsächlich 2011 der erste Spatenstich erfolgt?

7. Mai 2009

Einkaufen. Im Kiez.

Seit einiger Zeit wird ja auf dem Grundstück Marksburgstraße/ Ecke Sangeallee kräftig gebuddelt. Erst wurde der vormalige kleine Einkaufsladen abgerissen, jetzt sind bereits die ersten neuen Fundamente fertig.Es tut sich etwas.

Es wird zwar noch einige Zeit vergehen, doch dann kann man auch in der Marksburgstraße (wieder) einkaufen gehen. Die Baustelle wird sich, wenn Sie dann fertig gebaut haben, in einen EDEKA-Markt verwandeln. Jedenfalls wenn man der Bauzeichnung im Bauleiter-Container glauben schenken darf.

Nach dem kurzen Gastspiel des Wochenmarktes vor der Wäscherei Meseke in der Marksburgstraße 1, wird es also demnächst ein wahres Einkaufsparadies geben. Für die älteren Anwohner sicher schön, ist die nächste Einkaufsmöglichkeit ja nicht gerade um die Ecke, doch insgesamt hat Karlshorst sicherlich nicht unbedingt noch einen Supermarkt gebraucht. Aber immerhin - kein ALDI oder Lidl.