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7. Juni 2011

Verkehrsauschuss: Keine Bestandsgarantie für Regionalbahnhof Karlshorst

Da sammelt die CDU Karlshorst tapfer und unermüdlich Unterschriften für den Erhalt des Regionalbahnhofes in unserem Kiez. Aktueller Stand: 4.225 Unterzeichner. Nun hat sie den Antrag zum Erhalt des Bahnhofs auch in den Verkehrsauschuss im Berliner Senat eingebracht. Das Ergebnis ist ernüchternt für die Konservativen, der Antrag wurde abgelehnt. Eine Begründung liefern SPD und Linkspartei laut Berliner Kurier aber nicht. Ebenso wenig wie zum Antrag der Grünen den Bahnhof zu sanieren. Für Karlshorst beides keine erfreulichen Nachrichten.

Die Aufregung der CDU allerdings, inklusive Unterschriftensammlung, die ist wohl eher dem beginnenden Wahlkampf zu den Abgeordnetenhauswahlen im September geschuldet - oder kämpft die CDU sonst für Formen der direkten Demokratie?

5. Mai 2011

S-Bahnhof Karlshorst mit neuem Zugang.

Lange genug hat es gedauert, doch jetzt ist er fertig: der neue Zugang zum S-Bahnhof Karlshorst. Nach einem Jahr Bauzeit und ohne den Betrieb zu unterbrechen, wurde heute am S-Bahnhof Karlshorst ein neuer Bahnhofszugang von der Stolzenfelsstraße eröffnet. Dazu wurde der vorhandene Tunnel in nördlicher Richtung mit einem Tunneldurchstich aus Stahlbeton verlängert. Ab sofort können sich also viele Fahrgäste den Umweg über den Haupteingang Höhe Treskowallee sparen. Bezahlt wurde der Neubau, immerhin 850.000 Euro teuer, durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

6. April 2011

Never ending story - Bahnbrücke Karlshorst

Im Februar schrieb ich hier im Blog noch von "Lebenszeichen für neue Bahnbrücke". Die haben sich jetzt erst einmal wieder erledigt. Die Berliner Morgenpost (hier via Google) berichtet von einer Verschiebung des Baustarts um mindestens ein Jahr. Die Pressemitteilung des Bezirksamtes macht es noch deutlicher.

Die Deutsche Bahn begründet die erneute Bauverzögerung mit einem fehlenden Planrechtsbeschluss durch das Eisenbahnbundesam. Aus diesem Grunde könne man definitiv nicht mehr 2011 beginnen das Nadelöhr in der Treskowallee endlich zu beseitigen. Damit geht auch das zehnte Jahr der geplanten Sanierung der Brücke und damit einhergehenden Verbreiterung um sieben Meter auf 25 Meter, sowie Erweiterung der Fahrbahn von zwei auf vier Spuren und Verlegung der Straßenbahnhaltestelle unter die Brücke verlegt vorbei, ohne das sich endlich etwas tut. Wir sind gespannt was das Jahr 2012 so bringt.

7. Februar 2011

Bahn hängt Karlshorst ab

Der Regionalbahnhof Karlshorst ist schon seit Jahren in einem erbärmlichen Zustand. Die Bahnsteigkante bröckelt, die Wartehäuschen versprühen den Charme einer Dorfstation, die schon lange geschlossen ist. Die Treppe zum Gleis in Richtung Innenstadt ist besoonders im Winter ein großes Sicherheitsrisiko. Doch Besserung ist hier nicht in Sicht. Die Bahn möchte den Regionalbahnhof Karlshorst definitiv im Jahre 2016 schließen, so schreibt der Tagesspiegel.

Das ist besonders vor dem Hintergrund der Entscheidung, keinen neuen Bahnhof in Köpenick zu errichten, sehr fragwürdig. So wird der gesamte Südosten Berlins vom Regionalverkehr abgehängt, da es auf der Linie zwischen Erkner und Ostbahnhof keinen einzigen Halt für die Regionallinien geben wird. Auch der Airport Express der den Flughafen für auch für den Südosten recht gut erreichbar machte, wird dann nicht mehr in Karlshorst halten.

Während die Einwohnerzahl in Köpenick und besonders Karlshorst wächst und mit dem 1. FC Union Berlin und auch der Bühne in der Wuhlheide nicht nur lokal bedeutsame Einrichtungen an der Strecke liegen, sieht die Bahn das anders.

2. Februar 2011

Bahnhof Karlshorst - wieder Lebenszeichen für neue Bahnbrücke

Geplant ist die neue Bahnbrücke schon sehr lange, erste Fertigstellungstermine waren im Jahre 2001, dann wieder im Jahre 2006. Jetzt gibt es wieder neue Informationen der Deutschen Bahn. Der Berliner Kurier schreibt, dass nun im Juni 2011 endlich die Bauarbeiten beginnen sollen. Dabei soll die Straße verbreitert werden und die Starßenbahnhaltestelle direkt an den S-Bahnhof verlegt werden. Laut Bahn AG wird der Verkehr nur an den Wochenende beeinträchtigt. Das Ganze soll dann im Jahre 2013 fertig sein. Eine ganz schön lange Zeit, doch erst einmal muss wirklich angefangen werden zu bauen.

27. September 2010

Die Bagger rollen an!

Schluss und vorbei. Das Kulturhaus Karlshorst schließt am morgigen 28. September entgültig seine Pforten. Damit endet die Ära einer bedeutenden Kulturstätte für den Kiez und seine Umgebung. Das Haus beherbergte Theater, Jazzclub, Galerie und vieles mehr und war nicht zuletzt Heimat für die Kiezversammlungen. Der lange geplante Abriss wird nun wohl in die Tat umgesetzt. Bis 2012 soll an gleicher Stelle ein Neubau entstehen, der auch das Nachbargrundstück in der Dönhoffstraße 41/42 miteinschließt. Das Thema findet sich auch schon hier im Blog.

Für Kultur ist dann dennoch weniger Platz. So schreibt die Berliner Morgenpost, dass im neu entstehenden Bauwerk nur noch 1.000 qm für Kulturschaffende reserviert sind, das entspricht in etwa der Hälfte der heute noch zur Verfügung stehenden Fläche. Das bedeutet, das sicherlich einige der sich bereits im Exil befindenden Mieter wie der Ernst-Busch-Chor im Gebäude der Tageszeitung Neues Deutschland am Franz-Mehring-Platz in Berlin-Friedrichshain oder das Zimmertheater Karlshorst, welches in die Kultschule in der Sewanstraße zieht, eher nicht den Weg zurück nach Karlshorst finden. Hier wird man erst schlauer sein, wenn das neue Kulturhaus eröffnet.

Das Erdgeschoss des Neubaus soll Geschäfte beherbergen, u.a. einen Biomarkt (Zieht der nako naturmarkt um? Wenn nicht wird es hier wohl einen harten Konkurrenzkampf geben) und in der dritten Etage werden Büroräume entstehen. Mit der Lührs & Holst City Projekte GmbH hat man einen Investor der sich speziell mit Büro- und Nahversorgungszentren auskennt, wenn man einen Blick in die Referenzen des Unternehmens wirft.

Doch damit nicht genug, auch in die bereits seit dem Jahr 2001 angekündigte und immer wieder verschobene Sanierung der Bahnbrücke über die Treskowallee kommt Bewegung. Baubeginn ist laut Berliner Kurier Juni 2011. Die Bauarbeiten sollen zweieinhalb Jahre dauern, es entsteht dabei eine Fahrbahnverbreiterung von derzeit zwei auf dann vier Fahrspuren. Die Sanierung der Brücke soll bei laufendem Bahnbetrieb und mit wenigen Unterbrechungen für den Autoverkehr erfolgen.

9. September 2009

S-Bahn-Chaos geht in zweite Runde

Bahn fahren ist eine gute Sache. Man schont die Umwelt, spart oft Zeit und Stress. Doch jetzt ist wieder alles anders. Die S-Bahn Berlin GmbH hat seit 2004 vergessen ihre Bremsen zu warten, oder so ähnlich. Das ganze wird jetzt wieder ein paar Wochen oder Monate dauern. Wer weiß das schon genau. Die Berliner Verkehrssenatorin Junge-Reyer, jdenfalls nicht und die S-Bahn Berlin wohl auch nicht.

Was bedeutet das jetzt für Karlshorst? Die Linie S3 soll bestenfalls im 20-Minutentakt verkehren. Einen genauen "Notfallfahrplan" gibt hier. Wer kann, sollte also lieber über die U5 ab Tierpark fahren. Laut Berliner Morgenpost verkehrt die Regionalbahn RE 2 (Cottbus-Rathenow) jetzt auch über Karlshorst. In der Online-Fahrplanauskunft auf www.bahn.de und www.s-bahn-berlin.de findet sich aber nichts zu den genauen Haltezeiten ab Karlshorst. Wer mit einem Kinderwagen oder gar Fahrrad unterwegs ist, sollte sich auf stark überfüllte Züge einstellen.

Übrigens, der Verkehrsvertrag läuft noch bis zum Jahr 2017. Da kann noch viel passieren.

10. Juni 2009

Regionalbahnhof adé, Brücke olé?

Wie der Bürgerverein Berlin-Karlshorst auf seiner Webseite berichtet plant die Deutsche Bahn ab dem Jahr 2013 keine Regionalbahnen mehr in Karlshorst halten zu lassen. Da man von einer Fertigstellung des Köpenicker Bahnhofs zu diesem Zeitpunkt ausgeht, ist der Halt in Karlshorst dann überflüssig. Damit entfällt die direkte Anbindung an den BBI International (Flugahfen Schönefeld) und natürlich auch eine schnelle Verbindung in die Berliner Innenstadt.

Außerdem wird berichtet, dass die geplante neue Brücke am S-Bahnhof Karlshorst definitiv erst im Jahre 2011 gebaut werden soll. Die Treskowallee soll an dieser Stelle dann vierspurig ausgebaut werden. Dabei ist mit extremen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Doch wer glaubt das tatsächlich 2011 der erste Spatenstich erfolgt?